DKW F93
Ein paar Jahre sind aber doch ins Land gegangen, dann traf ich per Zufall den Besitzer des alten Autos. Mit beinahe 80 Jahren wollte sich der Besitzer nicht mehr an eine Restauration machen und weil ein anderer DKW, (ein Vorkriegsmodell das seit 1936 im Familienbesitz ist) absoluten Vorrang geniesst, konnte ich den F93 erwerben.
Zusammen mit meinen Jungs haben wir den Oldi mit dem Rapid aus seinem 30jährigen Tiefschlaf gerissen. Nachdem die Bremsen gelöst waren gings fast von selbst!
Zugegeben ein bisschen aufgefallen sind wir schon auf dem Weg in die neue “Heimat” des DKW's, Einige Autofahrer drehten den Kopf um 180 Grad fast wie Uhu's, hupten und winkten.
Einer von der lokalen Zeitung, der zufällig vorbeifuhr machte Bilder und stellte viele schlaue Fragen, leider war der entfohene Kanarienvogel dann aber doch der Artikel des Tages.
Mit jeder Schraube die ich gelöst habe staunte ich mehr! Jeder der schon an alten Autos geschraubt hat weiss wovon ich schreibe, jede Schraube lies sich ohne Probleme lösen, ich habe keine einzige abgerissen!
Auch die durchdachte Technik hat meine allergrösste Hochachtung. Das ganze Konzept beruht auf der Frage, brauchts das wenn ja, kann das gleichtzeitig auch noch etwas anderes?
Zum Beispiel ist kein Wärmetauscher für die Heizung vorhanden, das wird vom zurückgesetzten Kühler erledigt.
Wasserpumpe? könnte blockieren oder undicht werden - Thermosyphon Kühlung heisst hier die Lösung.
Den Thermosat lässt man am Besten auch gleich weg, dem Fahrer wird es sonst langweilig.
Der Zündverteiler befindet sich auf der Kurbelwelle. Die Motorrad-Technik lässt grüssen.
Eine mechanische Benzinpumpe gibts bei DKW nicht, zu kompliziert, das geht auch anders.